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29.12.2016

Tierseuchenbehördliche Allgemeinverfügung /hier: Großer Schwerin nahe Gneve

Tierseuchenverfügung für den Sperrbezirk und das Beobachtungsgebiet Geflügelpest Wildvögel Großer Schwerin

Tierseuchenbehördliche Allgemeinverfügung

Auf der Grundlage des § 6 des Tiergesundheitsgesetzes in Verbindung mit den §§ 55, 56 der Geflügelpest-Verordnung, des § 1 des Ausführungsgesetzes zum Tiergesundheitsgesetz des Landes Mecklenburg-Vorpommern, sowie § 4 der Tierseuchenlandeszuständigkeitsverordnung werden Gebiete um den Fundort des toten Mäusebussards am Großen Schwerin nahe Gneve zum Sperrbezirk bzw. zum Beobachtungsgebiet erklärt (s. anliegende Karte).

Der Sperrbezirk erstreckt sich somit auf die Ortschaften Marienfelde (Ortsteil der Stadt Röbel) und Gneve.

Das Beobachtungsgebiet erstreckt sich somit auf die Ortslagen Bollewick, Nätebow, Mohrberg und Spitzkuhn der Gemeinde Bollewick, die Ortslage Poppentin der Gemeinde Göhren-Lebbin, die Gemeinde Gotthun, Groß Kelle, Klink, die Ortslage Gaarzer Mühle der Gemeinde Lärz, die Ortslage Minzow der Gemeinde Leizen, die Ortslagen Ludorf und Zielow der Gemeinde Ludorf, die Ortslagen Karbow und Friedrichshof der Gemeinde Melz, die Ortslagen Rechlin und Boek der Gemeinde Rechlin, die Stadt Röbel/Müritz, die Gemeinde Sietow, die Gemeinde Vipperow, die Ortslage Walow-Ausbau der Gemeinde Walow und die Specker Straße der Stadt Waren.

Für den Sperrbezirk wird angeordnet:

• Durch das Amt Röbel/Müritz sind an den Hauptzufahrtswegen zu dem Sperrbezirk Schilder mit der deutlichen und haltbaren Aufschrift „Wildvogelgeflügelpest – Sperrbezirk“ gut sichtbar anzubringen.
• Geflügel ist im Sperrbezirk in geschlossenen Ställen oder in einer Vorrichtung, die aus einer überstehenden, nach oben gegen Einträge gesicherten dichten Abdeckung und mit einer gegen das Eindringen von Wildvögeln gesicherten Seitenbegrenzung bestehen muss (Schutzvorrichtung) zu halten.
• Sollten im Sperrbezirk Tierhalter ihren Geflügelbestand noch nicht im Veterinäramt gemeldet haben, ist dies unverzüglich nachzuholen. Verendungen sowie Erkrankungen von Geflügel sind ebenfalls unverzüglich mitzuteilen (Telefon: 0395 57087 3182 oder 0395 57087 4542). • Geflügel oder andere gehaltene Vögel dürfen nicht in die oder aus den Beständen verbracht werden.
• Frisches Fleisch von Geflügel und Federwild, Eier sowie sonstige vom Geflügel stammende Erzeugnisse und tierische Nebenprodukte dürfen weder in einen noch aus einem Bestand verbracht werden.
• Ein- und Ausgänge der Geflügelställe sind gegen unbefugtes Betreten zu sichern.
• Der Tierhalter hat sicherzustellen, dass an den Ein- und Ausgängen der Ställe oder sonstigen Standorte, in denen Geflügel gehalten wird, Matten oder sonstige saugfähige Bodenauflagen ausgelegt werden und diese mit einem wirksamen Desinfektionsmittel getränkt und stets damit feucht gehalten werden.
• Halter von Hunden und Katzen haben sicherzustellen, dass diese Tiere im Sperrgebiet nicht frei umherlaufen.

Für das Beobachtungsgebiet wird angeordnet:
• Durch die Ämter Röbel/ Müritz, Malchow, Seenlandschaft Waren und die Stadt Waren/Müritz sind an den Hauptzufahrtswegen zu dem Beobachtungsgebiet Schilder mit der deutlichen und haltbaren Aufschrift „Wildvogelgeflügelpest – Beobachtungsgebiet“ gut sichtbar anzubringen.
• Geflügel ist im Beobachtungsgebiet in geschlossenen Ställen oder in einer Vorrichtung, die aus einer überstehenden, nach oben gegen Einträge gesicherten dichten Abdeckung und mit einer gegen das Eindringen von Wildvögeln gesicherten Seitenbegrenzung bestehen muss (Schutzvorrichtung) zu halten.
• Sollten im Beobachtungsgebiet Tierhalter ihren Geflügelbestand noch nicht im Veterinäramt gemeldet haben, ist dies unverzüglich nachzuholen. Verendungen sowie Erkrankungen von Geflügel sind ebenfalls unverzüglich mitzuteilen (Telefon: 0395 57087 3290 oder 0395 57087 4542).
• Geflügel oder andere gehaltene Vögel dürfen nicht in die oder aus den Beständen verbracht werden. • Gehaltene Vögel dürfen nicht für die Aufstockung des Wildvogelbestandes freigelassen werden.
• Ein- und Ausgänge der Geflügelställe sind gegen unbefugtes Betreten zu sichern.
• Der Tierhalter hat sicherzustellen, dass an den Ein- und Ausgängen der Ställe oder sonstigen Standorte, in denen Geflügel gehalten wird, Matten oder sonstige saugfähige Bodenauflagen ausgelegt werden und diese mit einem wirksamen Desinfektionsmittel getränkt und stets damit feucht gehalten werden.
• Halter von Hunden und Katzen haben sicherzustellen, dass diese Tiere im Beobachtungsgebiet nicht frei umherlaufen.

Die sofortige Vollziehung entsprechend § 37 Nr. 1, 3 und 6 Tiergesundheitsgesetz sowie § 80 Abs. 2 Nr. 4 der Verwaltungsgerichtsordnung wird angeordnet.

Die Verfügung tritt nach ihrer Veröffentlichung in Kraft.
Die Allgemeinverfügung mit Begründung und Rechtsbehelfsbelehrung kann während der Dienstzeiten im Veterinäramt, 17033 Neubrandenburg, Gartenstraße 17 eingesehen werden.
Die Allgemeinverfügung ergeht unter dem Widerrufsvorbehalt gemäß § 36 Abs. 2 Nr. 3 Verwal-tungsverfahrensgesetz und kann insbesondere widerrufen werden, wenn die Voraussetzungen gemäß § 44 Geflügelpest-Verordnung gegeben sind oder bei veränderter Tierseuchenlage.

Dr. A.-K- Lohrenz
Sachgebietsleiterin Tierseuchen/Tierschutz