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23.11.2016

Tierseuchenverfügung Geflügelpest Wildvögel / hier: Kummerower See

Tierseuchenbehördliche Allgemeinverfügung

Auf der Grundlage des § 6 des Tiergesundheitsgesetzes in Verbindung mit den §§ 55, 56 der Geflügelpest-Verordnung, des § 1 des Ausführungsgesetzes zum Tiergesundheitsgesetz des Landes Mecklenburg-Vorpommern, sowie § 4 der Tierseuchenlandeszuständigkeitsverordnung werden Gebiete um den Fundort Kummerower See Ortslage Verchen zum Sperrbezirk bzw. zum Beobachtungsgebiet erklärt (s. anliegende Karte  Geoportal).

Der Sperrbezirk erstreckt sich somit auf alle Gebiete der Gemeinde Verchen und auf die Ortslage Gravelotte und Hof Peeneland der Gemeinde Meesiger.

Das Beobachtungsgebiet erstreckt sich somit auf die Ortslagen Beggerow, Kaslin, Gatschow, Johannenhöhe, Buschmühl und Glendelin der Gemeinde Beggerow, die Ortslagen Borrentin, Metschow, Lindenhof, Gnevezow, Pentz, Wolkwitz, Schwichtenberg und Moltzahn der Gemeinde Borrentin, die Ortslagen Stadt Dargun, Neubauhof, Altbauhof, Kützerhof, Schwarzenhof, Wagun, Glasow, Dörgelin, Lehnenhof, Stubbendorf, Zarnekow, Levin und Remershof der Gemeinde Dargun Stadt, die Ortslagen Stadt Demmin, Lindenfelde, Deven, Eichholz, Siebeneichen, Drönnewitz, Erdmannshöhe und Wotenick der Gemeinde Hansestadt Demmin, die Ortslagen Warrenzin, Upost, Wolkow und Beestland der Gemeinde Warrenzin, die Ortslagen Gorschendorf und Salem der Gemeinde Malchin Stadt, die Ortslagen Kummerow und Axelshof der Gemeinde Kummerow, die Gemeinde Meesiger mit Ausnahme der Ortslagen im Sperrbezirk, die Ortslagen Schönfeld und Trittelwitz der Gemeinde Schönfeld, die Ortslagen Sommersdorf und Neu Sommersdorf der Gemeinde Sommersdorf, die Gemeinde Grammentin, die Ortslagen Neukalen, Schlakendorf, Karnitz, Warsow, Schönkamp und Schorrentin der Gemeinde Neukalen Stadt, die Gemeinde Hohenbollentin, die Gemeinde Kentzlin,


Für den Sperrbezirk wird angeordnet:
• Durch das Amt Demmin Land sind an den Hauptzufahrtswegen zu dem Sperrbezirk Schilder mit der deutlichen und haltbaren Aufschrift „Wildvogelgeflügelpest – Sperrbezirk“ gut sichtbar anzubringen.
• Geflügel ist im Sperrbezirk in geschlossenen Ställen oder in einer Vorrichtung, die aus einer überstehenden, nach oben gegen Einträge gesicherten dichten Abdeckung und mit einer gegen das Eindringen von Wildvögeln gesicherten Seitenbegrenzung bestehen muss (Schutzvorrichtung) zu halten.
• Sollten im Sperrbezirk Tierhalter ihren Geflügelbestand noch nicht im Veterinäramt gemeldet haben, ist dies unverzüglich nachzuholen. Verendungen sowie Erkrankungen von Geflügel sind ebenfalls unverzüglich mitzuteilen (Telefon: 0395 570873182 oder 570874542).
• Geflügel oder andere gehaltene Vögel dürfen nicht in oder aus den Beständen verbracht werden.
• Frisches Fleisch von Geflügel und Federwild, Eier sowie sonstige vom Geflügel stammende Erzeugnisse und tierische Nebenprodukte dürfen weder in einen noch aus einem Bestand verbracht werden.
• Ein- und Ausgänge der Geflügelställe sind gegen unbefugtes Betreten zu sichern.
• Der Tierhalter hat sicherzustellen, dass an den Ein- und Ausgängen der Ställe oder sonstigen Standorte, in denen Geflügel gehalten wird, Matten oder sonstige saugfähige Bodenauflagen ausgelegt werden und diese mit einem wirksamen Desinfektionsmittel getränkt und stets damit feucht gehalten werden.
• Halter von Hunden und Katzen haben sicherzustellen, dass diese Tiere im Sperrgebiet nicht frei umherlaufen.

Für das Beobachtungsgebiet wird angeordnet:
• Durch die Ämter Demmin Land, Stavenhagen, Malchin am Kummerower See, Stadt Dem-min, Stadt Dargun sind an den Hauptzufahrtswegen zu dem Sperrbezirk Schilder mit der deutlichen und haltbaren Aufschrift „Wildvogelgeflügelpest – Beobachtungsgebiet“ gut sichtbar anzubringen.
• Geflügel ist im Beobachtungsgebiet in geschlossenen Ställen oder in einer Vorrichtung, die aus einer überstehenden, nach oben gegen Einträge gesicherten dichten Abdeckung und mit einer gegen das Eindringen von Wildvögeln gesicherten Seitenbegrenzung bestehen muss (Schutzvorrichtung) zu halten.
• Sollten im Beobachtungsgebiet Tierhalter ihren Geflügelbestand noch nicht im Veterinäramt gemeldet haben, ist dies unverzüglich nachzuholen. Verendungen sowie Erkrankungen von Geflügel sind ebenfalls unverzüglich mitzuteilen (Telefon: 0395 570873290 oder 570874542).
• Geflügel oder andere gehaltene Vögel dürfen nicht in oder aus den Beständen verbracht werden.
• Gehaltene Vögel dürfen nicht für die Aufstockung des Wildvogelbestandes freigelassen werden.
• Ein- und Ausgänge der Geflügelställe sind gegen unbefugtes Betreten zu sichern.
• Der Tierhalter hat sicherzustellen, dass an den Ein- und Ausgängen der Ställe oder sonstigen Standorte, in denen Geflügel gehalten wird, Matten oder sonstige saugfähige Boden-auflagen ausgelegt werden und diese mit einem wirksamen Desinfektionsmittel getränkt und stets damit feucht gehalten werden.
• Halter von Hunden und Katzen haben sicherzustellen, dass diese Tiere im Beobachtungs-gebiet nicht frei umherlaufen.

Die sofortige Vollziehung entsprechend § 37 Nr. 1, 3 und 6 Tiergesundheitsgesetz sowie § 80 Abs. 2 Nr. 4 der Verwaltungsgerichtsordnung wird angeordnet.

Die Verfügung tritt nach ihrer Veröffentlichung in Kraft.

Die Allgemeinverfügung mit Begründung und Rechtsbehelfsbelehrung kann während der Dienstzeiten im Veterinäramt, 17033 Neubrandenburg, Gartenstraße 17 eingesehen werden.

Die Allgemeinverfügung ergeht unter dem Widerrufsvorbehalt gemäß § 36 Abs. 2 Nr. 3 Verwaltungsverfahrensgesetz und kann insbesondere widerrufen werden, wenn die Voraussetzungen gemäß § 44 Geflügelpest-Verordnung gegeben sind oder bei veränderter Tierseuchenlage.


gez.
Dr. A.- K. Lohrenz
Sachgebietsleiterin Tierseuchen/Tierschutz