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17.11.2016

Tierseuchenverfügung für den Sperrbezirk und das Beobachtungsgebiet Geflügelpest Wildvögel Malchow und Waren/ Müritz

Tierseuchenbehördliche Allgemeinverfügung

Auf der Grundlage des § 6 des Tiergesundheitsgesetzes in Verbindung mit den §§ 55, 56 der Geflügelpest-Verordnung, des § 1 des Ausführungsgesetzes zum Tiergesundheitsgesetz des Landes Mecklenburg-Vorpommern, sowie § 4 der Tierseuchenlandeszuständigkeitsverordnung werden Gebiete um die Fundorte Malchower See nahe Laschendorf und Binnenmüritz in Waren zum Sperrbezirk bzw. zum Beobachtungsgebiet erklärt (Geoportal  s. anliegende Karte).

Der Sperrbezirk Malchow erstreckt sich somit auf das gesamte Gebiet der Stadt Malchow und die Orte Untergöhren, Kisserow und Penkow . Der Sperrbezirk Waren erstreckt sich auf das Stadtgebiet Waren und den Ortsteil Warenshof. Es ist ein gemeinsames Beobachtungsgebiet um diese Sperrgebiete mit dem bereits festgelegten und veröffentlichten Beobachtungsgebiet nach dem Fund in Alt Schwerin festgelegt.

Das gemeinsame Beobachtungsgebiet erstreckt sich somit nunmehr im Amtsbereich Malchow auf die Ortschaften Adamshoffnung, Lenz, Petersdorf, Kogel, Satow, Satow Hütte, Rogeez, Grüssow, Neu Grüssow, Nossentin, Silz, Sparow, Drewitz, Nossentiner Hütte, Zislow, Suckow, Walow, Lexow, Strietfeld, Göhren Lebbin, Roez, Poppentin, Wendhof,

im Amtsbereich Röbel Land auf die Ortschaften Groß Kelle, Sietow, Hinrichsberg, Woldzegarten, Zierzow, Erlenkamp,

im Amtsbereich Waren die Ortsteile, Jägerhof, Neu Falkenhagen, Alt Falkenhagen, Rügeband, Schwenzin,

im Amtsbereich Seenlandschaft Waren Grabowhöfe, Baumgarten, Panschenhagen, Sophienhof, Sommerstorf, Louisenfeld, Vielist, Hinrichshagen Kargow, Damerow, Godow, Fe-derow, Klink, Grabenitz, Sembzin, Groß Gievitz, Klein Gievitz, Minenhof, Alt Schönau, Neu Schönau, Johannshof, Levenstorf, Schloen, Neu Schloen, Groß Dratow, Schwasdorf, Jabel mit Damerow, Torgelow am See mit Meierei und Carolinenhof.

Für den Sperrbezirk wird angeordnet:

• Durch das Amt Malchow und die Stadt Waren sind an den Hauptzufahrtswegen zu dem Sperrbezirk Schilder mit der deutlichen und haltbaren Aufschrift „Wildvogelgeflügelpest – Sperrbezirk“ gut sichtbar anzubringen.

 • Geflügel ist im Sperrbezirk in geschlossenen Ställen oder in einer Vorrichtung, die aus einer überstehenden, nach oben gegen Einträge gesicherten dichten Abdeckung und mit einer gegen das Eindringen von Wildvögeln gesicherten Seitenbegrenzung bestehen muss (Schutzvorrichtung) zu halten.

• Sollten im Sperrbezirk Tierhalter ihren Geflügelbestand noch nicht im Veterinäramt gemeldet haben, ist dies unverzüglich nachzuholen. Verendungen sowie Erkrankungen von Geflügel sind ebenfalls unverzüglich mitzuteilen (Telefon: 0395 570873182 oder 570874542).

• Geflügel oder andere gehaltene Vögel dürfen nicht in oder aus den Beständen verbracht werden.

• Frisches Fleisch von Geflügel und Federwild, Eier sowie sonstige vom Geflügel stammende Erzeugnisse und tierische Nebenprodukte dürfen weder in einen noch aus einem Bestand verbracht werden.

• Ein- und Ausgänge der Geflügelställe sind gegen unbefugtes Betreten zu sichern.

• Der Tierhalter hat sicherzustellen, dass an den Ein- und Ausgängen der Ställe oder sonsti-gen Standorte, in denen Geflügel gehalten wird, Matten oder sonstige saugfähige Bodenauflagen ausgelegt werden und diese mit einem wirksamen Desinfektionsmittel getränkt und stets damit feucht gehalten werden.

• Halter von Hunden und Katzen haben sicherzustellen, dass diese Tiere im Sperrgebiet nicht frei umherlaufen.

Für das Beobachtungsgebiet wird angeordnet:

• Durch das Ämter Malchow, Waren und Seenlandschaft sind an den Hauptzufahrtswegen zu dem Beobachtunsgebiet Schilder mit der deutlichen und haltbaren Aufschrift „Wildvogelgeflügelpest – Beobachtungsgebiet“ gut sichtbar anzubringen.

• Geflügel ist im Beobachtungsgebiet in geschlossenen Ställen oder in einer Vorrichtung, die aus einer überstehenden, nach oben gegen Einträge gesicherten dichten Abdeckung und mit einer gegen das Eindringen von Wildvögeln gesicherten Seitenbegrenzung bestehen muss (Schutzvorrichtung) zu halten.

• Sollten im Beobachtungsgebiet Tierhalter ihren Geflügelbestand noch nicht im Veterinäramt gemeldet haben, ist dies unverzüglich nachzuholen. Verendungen sowie Erkrankungen von Geflügel sind ebenfalls unverzüglich mitzuteilen (Telefon: 0395 570873290 oder 570874542).

• Geflügel oder andere gehaltene Vögel dürfen nicht in oder aus den Beständen verbracht werden.

• Gehaltene Vögel dürfen nicht für die Aufstockung des Wildvogelbestandes freigelassen werden.

• Ein- und Ausgänge der Geflügelställe sind gegen unbefugtes Betreten zu sichern.

• Der Tierhalter hat sicherzustellen, dass an den Ein- und Ausgängen der Ställe oder sonstigen Standorte, in denen Geflügel gehalten wird, Matten oder sonstige saugfähige Boden-auflagen ausgelegt werden und diese mit einem wirksamen Desinfektionsmittel getränkt und stets damit feucht gehalten werden.

• Halter von Hunden und Katzen haben sicherzustellen, dass diese Tiere im Sperrgebiet nicht frei umherlaufen. Die sofortige Vollziehung entsprechend § 37 Nr. 1, 3 und 6 Tiergesundheitsgesetz sowie § 80 Abs. 2 Nr. 4 der Verwaltungsgerichtsordnung wird angeordnet.

Die Verfügung tritt nach ihrer Veröffentlichung in Kraft. Die Allgemeinverfügung mit Begründung und Rechtsbehelfsbelehrung kann während der Dienstzeiten im Veterinäramt, 17033 Neubrandenburg, Gartenstraße 17 eingesehen werden.

Die Allgemeinverfügung ergeht unter dem Widerrufsvorbehalt gemäß § 36 Abs. 2 Nr. 3 Verwaltungsverfahrensgesetz und kann insbesondere widerrufen werden, wenn die Voraussetzungen gemäß § 44 Geflügelpest-Verordnung gegeben sind oder bei veränderter Tierseuchenlage.

Dr. A.-K. Lohrenz
Sachgebietsleiterin Tierseuchen/Tierschutz