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BAföG - Ausbildungsförderung nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz

Ziel des BAföG ist es, jedem jungen Menschen die Möglichkeit zu geben, unabhängig von seiner sozialen und wirtschaftlichen Situation eine Ausbildung zu absolvieren, die seinen Fähigkeiten und Interessen entspricht.

Das „BAföG“ unterscheidet zwischen dem „Schüler-BAföG“ und dem „Studenten-BAföG“. Das Amt für Ausbildungsförderung des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte ist zuständig für das „Schüler-BAföG“.

Für Studenten an Fachhochschulen, Höheren Fachschulen und Akademien sind die jeweiligen Studentenwerke zuständig.

Wer kann BAföG erhalten?
Wie bestimmt sich die Höhe der BAföG-Förderung?
Kinderbetreuungszuschlag
Versicherungsbeiträge
Wo und wie erfolgt die Antragstellung?
Sonstige Leistungen

Wer kann BAföG erhalten?

BAföG wird geleistet für den Besuch von:

  • weiterführenden allgemeinbildenden Schulen und Berufsfachschulen, einschließlich der Klassen aller Formen der beruflichen Grundbildung ab Klasse 10, soweit die Schülerinnen und Schüler berechtigt auswärts untergebracht sind
  • Berufsfachschulen
  • Fach- und Fachoberschulklassen
  • Abendhauptschulen, Berufsaufbauschulen, Abendrealschulen, Abendgymnasien und Kollegs.

    Für Schüler und Fachschüler wird diese Leistung grundsätzlich als Zuschuss gewährt.

Wie bestimmt sich die Höhe der BAföG-Förderung?

Ausbildungsförderung nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) ist eine ein-kommens- und vermögensabhängige Leistung, die individuell für jeden Auszubildenden berechnet wird. Einkommensgrenzen existieren nicht. Vom Einkommen der Eltern können je nach Familienkonstellation (Eltern verheiratet, getrennt, geschieden), nach Kinderzahl, Aus-bildung der Kinder und sonstigen Unterhaltspflichten unterschiedlich hohe Freibeträge abgezogen werden.

Sofern Auszubildende nicht den BAföG-Höchstbetrag, sondern nur eine Teilförderung erhalten, erwartet der Gesetzgeber, dass die Eltern den fehlenden Betrag bis zur Höchstförderung aufstocken.

Der Bedarf umfasst die Aufwendungen, die nach der Art der Ausbildung und der Unterbringung typischerweise erforderlich sind und in einer Höhe, in der sie üblicherweise anfallen.

  • Für Schüler und Fachschüler, die bei den Eltern oder einem Elternteil wohnen, beträgt der Bedarf aktuell zwischen 216 € und 397 €, für Bewilligungszeiträume (BWZ), die ab dem 01.08.2016 beginnen zwischen 231€ und 424 €.
  • Für Schüler und Fachschüler, die nicht bei den Eltern oder einem Elternteil wohnen, beträgt der Bedarf aktuell zwischen 465 € und 572 €, für BWZ, die ab dem 01.08.2016 beginnen zwischen 504 € und 622 €.
  • Auf den Bedarf werden Einkommen und Vermögen des Auszubildenden sowie Einkommen seines Ehegatten und seiner Eltern angerechnet.
  • Vermögen des Auszubildenden bleibt aktuell anrechnungsfrei bis zu einem Betrag in Höhe von 5.200 €, für BWZ, die ab dem 01.08.2016 beginnen bis zu einem Betrag in Höhe von 7.500 €. Die Angaben zum Vermögen werden zu einem späteren Zeitpunkt auf Ihre Richtigkeit hin geprüft.
  • Einkommen aufgrund der Ausbildung wird angerechnet, Einkommen aus einem Nebenjob auf „400 €- Basis“, für BWZ, die ab dem 01.08.2016 beginnen auf „450 €-Basis“ bleibt dagegen anrechnungsfrei.

Kinderbetreuungszuschlag 

BAföG-geförderte Auszubildende mit Kindern bis zur Vollendung des zehnten Lebensjahres können einen pauschalen Kinderbetreuungszuschlag als Zuschuss erhalten, der nicht auf Sozialleistungen angerechnet wird. Dieser beträgt aktuell 113 € monatlich für das erste und für jedes weitere Kind 85 € monatlich, für BWZ, die ab dem 01.08.2016 beginnen einheitlich 130 € monatlich für jedes Kind.

Versicherungsbeiträge 

Zahlen die Auszubildenden selbst Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge, erhalten sie aktuell monatlich Zuschläge in Höhe von 62 € für die Krankenversicherung und 11 € für die Pflegeversicherung sowie für BWZ, die ab dem 01.08.2016 beginnen 71 € für die Kranken-versicherung und 15 € für die Pflegeversicherung.

Wo und wie erfolgt die Antragstellung?

Die Anträge auf Gewährung von Ausbildungsförderung sind in der Regel an das Amt für Ausbildungsförderung des Landkreises / der kreisfreien Stadt zu richten, in dessen Bezirk die Eltern des Auszubildenden ihren ständigen Wohnsitz haben.

Hinweis: die Anträge sind rechtzeitig zu stellen. Ein Zahlungsanspruch besteht vom Beginn des Monats, in dem die Ausbildung aufgenommen wird, frühestens jedoch vom Beginn des Antragsmonats an. Um die Antragsfrist zu wahren, genügt zunächst ein formloser Antrag.

Für Studenten an Fachhochschulen, Höheren Fachschulen und Akademien sind die jeweiligen Studentenwerke zuständig.

Antragsformulare für Schüler und Fachschüler erhalten Sie im Amt für Ausbildungsförderung des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte. Gern stehen Ihnen die Mitarbeiterinnen zur Beratung persönlich oder telefonisch zur Verfügung.

Sonstige Leistungen

Zusätzlich können Auszubildende, die Leistungen nach dem BAföG erhalten, gemäß § 27 Sozialgesetzbuch (SGB) II einen Zuschuss zu ihren angemessenen Aufwendungen für Unterkunft und Heizung erhalten, soweit der Bedarf in entsprechender Anwendung des § 19 Abs. 3 SGB II ungedeckt ist. Ein entsprechender Antrag ist bei dem zuständigen Jobcenter zu stellen.

Weiterhin besteht für volljährige Schüler und Fachschüler die Möglichkeit, im vorletzten und letzten Jahr der schulischen Ausbildung einen Bildungskredit zu beantragen.

Weitere Informationen und die Antragsformulare finden Sie unter www.bafög.de