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Katastrophenschutzübung Granzin

Am 12. Oktober fand in Granzin eine großangelegte Katastrophenschutzübung statt. Mehrere hundert Mitglieder von Katastrophenschutzeinheiten, Feuerwehren und viele weitere Freiwillige übten in der kleinen Ortschaft sowie den angrenzenden Wäldern den Ernstfall. Thomas Müller, zweiter Stellvertreter des Landrates, begrüßte alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer und erklärte kurz die Lage. Abschließend sagte er: „Ihr dürft heute Fehler machen. Darum machen wir diese Übung, damit wir daraus lernen und im Ernstfall alles glatt läuft.“

BU: In einer Lagebesprechung wurde den teilnehmenden Kräften die Situation beschrieben.

Im Übungsszenario bewegte sich ein fiktiver Waldbrand aus nordwestlicher Richtung auf Granzin zu und hatte bereits eine Fläche von zehn Hektar erfasst. Ziel der Übung war es, den Ort mit einem angrenzenden Ferienpark und einen Zeltplatz zu evakuieren. Einwohnerinnen und Einwohner, die ihre Häuser nicht allein verlassen können oder niemanden hatten, bei dem sie Schutz fanden, sollten in eine Notunterkunft im Gemeindezentrum in Peckatel gebracht werden. Die Helferinnen und Helfer übten den Ablauf einer Evakuierung und den gleichzeitig stattfindenden Schutz des Ortes vor den Flammen. Parallel wurden die Bewohnerinnen und Bewohner für dieses Thema sensibilisiert und konnten sich aktiv an der Übung beteiligen. Außerdem nahmen mehrere Statisten teil.

BU: Kräfte der Feuerwehr bauen eine Riegelstellung auf.

Besonders gefährlich wäre ein Waldbrand im Fall von Granzin durch den ehemaligen Truppenübungsplatz, der eine aktive Brandbekämpfung durch die Munitionsbelastung unmöglich machen würde. Die Einsatzkräfte müssten in einem solchen Fall einen Sicherheitsabstand von mindestens 1000 Metern zum Feuer halten. Eine dann notwendige Evakuierung des Ortes würde zusätzlich erschweren, dass Granzin nur über eine schmale Straße erreichbar ist.

Am Ende der Übung konnten alle festgelegten Ziele erreicht und wichtige Erkenntnisse zur zukünftigen Zusammenarbeit der beteiligten Einheiten gewonnen werden. Sowohl Bereiche, in denen es gut lief als auch solche, in denen nachgebessert werden muss wurden erfasst und anschließend ausgewertet.